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Soll ich mich trennen?

16 Fragen, etwa 4 Minuten

Das kann dir kein Test abnehmen, und dieser versucht es auch nicht. Studien, die Paare über viele Jahre begleitet haben, zeigen, was Paare zusammenhält: Wärme im Alltag, der Wunsch zu bleiben, wie ihr streitet, Vertrauen, eine gemeinsame Zukunft und ob du dich sicher fühlst. Der Test zeigt dir, wo du in jedem dieser Bereiche stehst.

Eine Frau in gelber Regenjacke steht mit ihrem Rad an der Reling einer Fähre und schaut übers Wasser
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Oder fang gleich mit der ersten Frage an

An den meisten Tagen freue ich mich, wenn ich meinen Partner sehe.

Mit „Partner“ ist hier immer auch die Partnerin gemeint. Antworte so, wie es jetzt ist, nicht wie am Anfang und nicht so, wie du es dir wünschst. Bist du unsicher, nimm das, was in den meisten Wochen stimmt. Deine Antworten bleiben in diesem Browser.

Über diesen Test

Worum es in den 16 Aussagen geht

Die Aussagen decken sechs Bereiche einer Beziehung ab. Die meisten beruhen auf langen Studien, die Paare über Jahre begleitet haben, um zu sehen, welche zusammenbleiben. Eine Auswertung von 137 Studien mit unverheirateten Paaren zeigte, woran man am besten erkennt, ob eine Beziehung hält. Es waren vier Dinge: Bindung, Liebe, das Gefühl, dass der Partner ein Teil von einem selbst ist, und dass man einander braucht.1

Ein anderes Projekt führte 43 Studien mit Paaren zusammen. Wie glücklich Menschen in ihrer Beziehung waren und wie fest sie zu ihr standen, ließ sich vor allem an fünf Dingen ablesen: wie fest ihr Partner ihrer Meinung nach zur Beziehung stand, wie sehr sie ihren Partner schätzten, ihr Sexleben, wie glücklich ihr Partner ihrer Meinung nach war und wie viel sie stritten.2

Die Aussagen zum Streit beruhen auf einer Studie, die Ehepaare 14 Jahre lang begleitet hat. Paare, deren Streit voller negativer Gefühle war, ließen sich eher früh scheiden, schon in den ersten Jahren. Paare, die sich erst später trennten, zeigten schon von Anfang an wenig Wärme, beim Streiten genauso wie im ganz normalen Gespräch über ihren Tag.3 Das Gottman Institute, gegründet von einem der Autoren dieser Studie, nennt Verachtung das stärkste Anzeichen für eine spätere Scheidung. Gemeint sind Spott, Sarkasmus, Beschimpfungen und Herablassung, also so zu tun, als sei man etwas Besseres als der andere.4

Der Bereich über die gemeinsame Zukunft stammt aus keiner einzelnen Studie. Wir haben ihn ergänzt, weil es bei manchen Unterschieden kaum einen Mittelweg gibt, zum Beispiel bei der Frage, ob ihr Kinder wollt.

Die Aussagen haben wir selbst geschrieben und nicht an einer großen Gruppe von Menschen erprobt. Deshalb gibt es keine Punktzahl, keinen Vergleich mit anderen und keine Summe, die sagt: bleiben oder gehen. Dein Ergebnis zeigt, wie du in jedem Bereich geantwortet hast, und für jeden Bereich stellst du selbst einen Regler ein.

Warum der Test dir keine Entscheidung abnimmt

Hin- und hergerissen zu sein kommt häufig vor. In mehreren Studien mit Menschen, die über eine Trennung nachdachten, hatte etwa die Hälfte gleichzeitig Gründe zu bleiben und Gründe zu gehen. Bleiben wollten sie vor allem wegen der Nähe, wegen allem, was sie schon in die Beziehung gesteckt hatten, und aus Pflichtgefühl. Gehen wollten sie vor allem, weil sie mit dem Charakter des Partners nicht klarkamen, weil Vertrauen gebrochen war oder weil sich der Partner zurückgezogen hatte.5, 6

Auch Vorhersagen haben Grenzen. In dem Projekt mit 43 Studien zeigte sich außerdem: Aus dem, was Menschen über sich selbst sagten, ließ sich kaum vorhersagen, welche Beziehungen mit der Zeit besser oder schlechter wurden.2 Deine Antworten zeigen, wo ihr heute steht. Wie es weitergeht, hängt davon ab, was ihr beide tut.

Wenn du Angst vor deinem Partner hast

Zwei Aussagen fragen, ob du widersprechen kannst, ohne Angst zu haben, und ob du Menschen treffen und über dein Handy und dein Geld bestimmen kannst, ohne kontrolliert zu werden. Hast du dort etwas anderes gewählt als „Trifft größtenteils zu“, steht das in deinem Ergebnis ganz oben. Angst davor, wie dein Partner reagiert, oder ein Partner, der ständig kontrolliert, wo du bist, dich von Freunden und Familie fernhält oder über dein Geld bestimmt: Das ist keine schwierige Phase, die sich mit besseren Gesprächen lösen lässt.

In England und Wales kann so ein Muster sogar eine eigene Straftat sein. Dort heißt sie „controlling or coercive behaviour“, auf Deutsch etwa: kontrollierendes oder nötigendes Verhalten. Die offizielle Richtlinie dazu nennt genau diese Beispiele.7 Der Rest dieses Tests ist für zwei Menschen geschrieben, die sich beide sicher fühlen. Deine Sicherheit geht vor.

Was du mit deinem Ergebnis anfangen kannst

Such den Bereich, in dem du den Regler am niedrigsten gestellt hast. Ist es schon seit Jahren so, oder seit etwas, das du benennen kannst, etwa der Geburt eines Kindes, einem Umzug, einer Krankheit oder dem Verlust des Jobs? Eine Belastung mit klarer Ursache braucht etwas anderes als eine Beziehung, die über Jahre langsam abrutscht. Wie du das eine vom anderen unterscheidest, liest du in „Ist meine Beziehung noch zu retten?“. Ist es vor allem der Streit, der dich zermürbt, dann lies, warum immer wieder derselbe Streit hochkommt.

Überleg dir danach, ob du deinem Partner sagst, welcher Bereich dir die meisten Sorgen macht. Geht es um deine Sicherheit, dann lieber nicht. Deine Antworten zeigen nur deine Seite der Beziehung. Die deines Partners kann ganz anders aussehen.

Quellen (7)

  1. Le, B., Dove, N. L., Agnew, C. R., Korn, M. S., und Mutso, A. A. (2010). Predicting nonmarital romantic relationship dissolution: a meta-analytic synthesis. Personal Relationships, 17(3), 377-390. Zur Studie Zurück zum Text
  2. Joel, S., Eastwick, P. W., Allison, C. J., und andere (2020). Machine learning uncovers the most robust self-report predictors of relationship quality across 43 longitudinal couples studies. Proceedings of the National Academy of Sciences, 117(32), 19061-19071. Zur Studie Zurück zum Text
  3. Gottman, J. M., und Levenson, R. W. (2000). The timing of divorce: predicting when a couple will divorce over a 14-year period. Journal of Marriage and Family, 62(3), 737-745. Zur Studie Zurück zum Text
  4. Wilde, E. (aktualisiert 2026). The Four Horsemen: criticism, contempt, defensiveness and stonewalling. The Gottman Institute. www.gottman.com Zurück zum Text
  5. Joel, S., MacDonald, G., und Page-Gould, E. (2018). Wanting to stay and wanting to go: unpacking the content and structure of relationship stay/leave decision processes. Social Psychological and Personality Science, 9(6), 631-644. Zur Studie Zurück zum Text
  6. University of Utah (17. August 2017). Untangling what goes on when a relationship is being questioned. ScienceDaily. www.sciencedaily.com Zurück zum Text
  7. Home Office (2023). Controlling or coercive behaviour: statutory guidance framework. Herausgegeben auf Grundlage von Section 77 des Serious Crime Act 2015. www.gov.uk Zurück zum Text

Über diese Quellen. Die 16 Aussagen haben wir selbst geschrieben. Keine stammt aus einem veröffentlichten Fragebogen, und sie wurden nicht an einer Gruppe von Menschen erprobt. Die Ergebnisse von Le und anderen, Gottman und Levenson sowie Joel und anderen (2020) stammen aus den veröffentlichten Zusammenfassungen. Joel, MacDonald und Page-Gould: Die Gründe und die Angabe „etwa die Hälfte“ stammen aus der Zusammenfassung und der Pressemitteilung der University of Utah auf ScienceDaily. Die Aussage über Verachtung stammt vom Gottman Institute selbst, und seine Seite zeigt nicht, wie das gemessen wurde.

Als du an deiner Beziehung gezweifelt hast: Was sprach fürs Bleiben, was fürs Gehen?

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