
Persönlichkeit und Selbstwert
40 Fragen, etwa 7 Minuten
Jeder denkt mal zuerst an sich. Der Unterschied liegt darin, wo und wie sehr. Die 40 Fragen drehen sich um vier ganz alltägliche Arten, zuerst an sich zu denken: anderen nach dem Mund reden, es mit Regeln nicht so genau nehmen, die schönsten Dinge haben wollen und gesehen werden wollen. Für jede bekommst du ein eigenes Ergebnis und siehst, wozu du neigst.

Oder fang gleich mit der ersten Frage an
Ich mache mich nicht größer, als ich bin.
Denk an eine ganz normale Woche und wähl die Antwort, die passt.
Frage 1 von 40
Ich mache mich nicht größer, als ich bin.
Wie egoistisch bin ich?
Grauer Bereich: Hier liegen die meisten.
Verglichen mit einer Gruppe Erwachsener in Oregon, USA, die zwischen 1994 und 2003 geantwortet haben.
Grauer Bereich: Hier liegen die meisten. Der Punkt bist du.

Persönlichkeit und Selbstwert

Persönlichkeit und Selbstwert
Fair und bescheiden zu sein, gehört zur Persönlichkeit, so wie gesellig oder ordentlich zu sein. Jeder Mensch hat etwas davon, nur unterschiedlich viel.1 Die 40 Fragen hier decken vier Seiten davon ab, je zehn, bunt gemischt.2
Beim Teil „Anderen nach dem Mund reden“ geht es darum, wie oft du schmeichelst, dich in Szene setzt, Leuten sagst, was sie hören wollen, oder dich nach der Person richtest, die das Sagen hat. Manches davon hilft beim Vorankommen, anderes geschieht eher um des lieben Friedens willen. Beim Teil „Regeln dehnen“ geht es darum, ob du behalten würdest, was dir nicht gehört, oder schummeln würdest, um weiterzukommen. „Mehr haben wollen“ fragt, wie sehr dich schöne Dinge, Ansehen, Macht und ewige Jugend reizen. Der Teil „Angeben“ fragt, wie gern du im Mittelpunkt stehst und dich über andere stellst.
Die Fragen drehen sich um deine eigenen Gründe: warum du ein Kompliment gemacht hast oder wie du dich fühlen würdest, nachdem du etwas genommen hast. Diese Gründe kennt niemand außer dir. Deshalb funktioniert der Test nur für dich selbst. Füllst du ihn für deinen Partner oder deine Ex aus, rätst du bloß, was in dieser Person vorgeht. Der Test kann auch nicht klären, wer an einem Streit schuld war. Und er zeigt nicht, ob jemand eine Persönlichkeitsstörung hat. Das kann nur eine Psychiaterin oder ein Psychotherapeut feststellen, und zwar in langen Gesprächen mit der Person selbst.
Jedes Teilergebnis vergleichen wir mit 411 Erwachsenen aus einer Gegend im US-Bundesstaat Oregon. Sie haben zwischen 1994 und 2003 in einer langen Studie fast dieselben Fragen beantwortet, auf Englisch.1 „Höher als bei etwa 7 von 10 Menschen“ heißt: Dein Durchschnitt liegt höher als bei 7 von 10 dieser Menschen. Menschen in Deutschland oder junge Leute heute würden vielleicht anders antworten. Die Leute, die die Fragensammlung betreuen, warnen sogar selbst: Fertige Vergleiche wie dieser führen oft in die Irre.3
Diese 411 Menschen haben sich außerdem selbst sehr wohlwollend eingeschätzt, am meisten bei den Regeln. Bei diesen zehn Fragen lag ihre übliche Antwort zwischen „Trifft gar nicht zu“ und „Trifft eher nicht zu“.1 Hast du also oft „Teils, teils“ gewählt, landet dein Punkt bei den Regeln höher als bei den meisten. Das gilt auch dann, wenn du es im echten Leben mit Regeln sehr genau nimmst. Jeder stellt sich gern ein bisschen netter dar. Hier hast du allerdings wenig Grund dazu: Deine Antworten bleiben in deinem Browser, und niemand sieht, was du angeklickt hast.
Deine Punkte beantworten das Teil für Teil. Liegt ein Punkt nahe der Mitte, denkst du in diesem Teil etwa so oft zuerst an dich wie die meisten. Ein Punkt weit rechts zeigt, wo du öfter als die meisten zuerst an dich denkst. Bei zehn Fragen pro Teil ist jeder Punkt nur grob. An einem anderen Tag könnte er ein Stück weiter links oder rechts liegen. Und wer dich gut kennt, würde ihn vielleicht etwas höher oder tiefer setzen.1
Schau dir den Teil an, bei dem dein Punkt am weitesten rechts liegt. Denk an eine Situation im letzten Monat, in der dir diese Seite an dir geholfen hat, und an eine, in der sie jemand anderen etwas gekostet hat. Das kann im Job gewesen sein, in der WG oder beim Familienessen am Wochenende. Fällt dir nur die erste ein, frag dich, ob die andere Person die Geschichte genauso erzählen würde.
Bist du hier, weil dir jemand im Streit etwas an den Kopf geworfen hat? Dann lies, was es heißt, wenn dich jemand egoistisch oder noch Schlimmeres nennt. Ist dir dein Punkt beim Angeben aufgefallen, mach eine schnelle Rechnung: Wie viele Menschen würdest du in deiner größten Stärke übertreffen?
Über diese Quellen. Eine Frage weicht vom Artikel von 2007 ab: Aus ‚cheat on people‘ wurde ‚hintergehen‘, weil ‚betrügen‘ nach Fremdgehen klingt.
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