
Freundschaft und Einsamkeit
24 Fragen, etwa 4 Minuten
Eine lebhafte Stunde mit anderen hebt bei den meisten Menschen sofort die Laune. Die Müdigkeit kommt meist später, bei stillen und geselligen Menschen gleichermaßen. Fühlst du dich nach einem schönen Abend erschöpft, ist das also normal. Die 24 Fragen hier messen etwas anderes: wie stark dich Gesellschaft und volle Tage anziehen, vom schnellen Anschluss bei neuen Leuten bis zur wilden Partynacht.

Oder fang gleich mit der ersten Frage an
Ein neuer Job, eine neue Klasse oder eine neue Nachbarschaft.
Ich finde leicht Freunde.
Denk an eine ganz normale Woche und wähl die Antwort, die passt.
Frage 1 von 24
Ein neuer Job, eine neue Klasse oder eine neue Nachbarschaft.
Ich finde leicht Freunde.
Introvertiert oder extrovertiert?
Grauer Bereich: Hier liegen die meisten.
Verglichen mit Erwachsenen, vor allem jungen Menschen aus den USA, die dieselben Fragen online beantwortet haben.
Grauer Bereich: Hier liegen die meisten. Der Punkt bist du.

Freundschaft und Einsamkeit

Persönlichkeit und Selbstwert

Persönlichkeit und Selbstwert
Wie schnell ein Tag mit anderen deinen Akku leert, kann bisher niemand messen. Gemessen wird seit Jahrzehnten etwas anderes: wie gesellig Menschen sind. Die 24 Fragen hier stammen aus einem der bekannten Fragebögen dafür.1, 2 Dein Ergebnis zeigt also, wie stark es dich dorthin zieht, wo etwas los ist. Wann dir die Puste ausgeht, verrät es nicht. Denn müde wird nach Gesellschaft fast jeder irgendwann, wie der nächste Abschnitt zeigt.
Dein Gesamtwert setzt sich aus sechs kleineren Werten mit je vier Fragen zusammen: Freunde finden, Trubel mögen, die Führung übernehmen, viel vorhaben, den Kick suchen und gute Laune haben. Führung und gute Laune gehören dazu, weil sie in großen Umfragen meist zusammen mit der Lust auf Gesellschaft steigen und fallen.3 Jeder Teil bekommt einen eigenen Wert. Du kannst also in einer Woche neue Freunde finden und trotzdem eine rappelvolle Kneipe hassen.
Verglichen wird dein Ergebnis mit vielen Erwachsenen, die dieselben Fragen online beantwortet haben. Die meisten waren junge Menschen aus den USA, im Schnitt 28 Jahre alt. Bist du 50 oder 60, vergleichst du dich also mit deutlich Jüngeren. Die meisten Werte liegen nah am Durchschnitt. Im mittleren Bereich landen etwa 4 von 10 Menschen dieser Gruppe, und je etwa 3 von 10 liegen darüber oder darunter.3 Wer in der Mitte landet, hat von beidem etwas. Manche nennen das „ambivertiert“.
Machst du den Test in ein paar Wochen noch einmal, sieht dein Ergebnis wahrscheinlich etwas anders aus. Jeder Teil beruht auf nur vier Fragen. Liest du eine davon an einem müden Tag anders, kann das den Wert ein gutes Stück verschieben. Der Gesamtwert nutzt alle 24 Fragen und bleibt stabiler. Von den sechs Teilen wackelt der zum Tempo am meisten.3 Der Teil zum Nervenkitzel fragt nach Leichtsinn und wildem Feiern. Er sagt also mehr über durchgefeierte Nächte als über Lust auf Reisen oder lange Wanderungen.1
Du warst eine Stunde lang gesprächig und gut drauf. Wann wirst du davon meistens müde?
Schätz zuerst.
Das zeigt eine Studie von 2017. Dafür notierten 48 Menschen zwölf Tage lang fünfmal am Tag, wie sie sich verhielten und wie sie sich fühlten. Waren sie gerade gesprächig und lebhaft gewesen, ging es ihnen sofort besser. Etwa drei Stunden später waren sie müder. Das galt für stille und gesellige Menschen gleichermaßen.4 Bist du nach einem schönen Abend in der Kneipe oder auf dem Geburtstag deiner Schwester später ziemlich platt, hat das also nichts mit deinem Ergebnis hier zu tun. Und ungewöhnlich bist du damit auch nicht.
Dieselben Menschen schwankten außerdem stark von einem Moment zum nächsten. Fragen Forscher mehrmals am Tag nach, nutzen die meisten Menschen fast die ganze Skala: mal still, mal lebhaft.4, 5 Dein Ergebnis zeigt, wo deine Tage meistens liegen. Ein einzelner Tag kann deutlich darüber oder darunter landen.
In einer Studie von 2002 notierten Menschen zwei Wochen lang alle drei Stunden, wie gesellig sie sich verhalten hatten und wie sie sich fühlten. Fast alle waren in den Phasen glücklicher, in denen sie aus sich herausgegangen waren. Die Stilleren hatten genauso viel davon wie die anderen.6 Die Müdigkeit kommt später, und sie kommt bei beiden.4
Wenn Geselligkeit sich gut anfühlt, warum sind dann nicht alle laut? Der Psychologe Daniel Nettle hat 545 Erwachsene in Großbritannien zu ihrem Leben befragt. Die Geselligeren hatten über die Jahre mehr Partnerinnen und Partner gehabt. Sie waren aber auch öfter nach einem Unfall oder einer Krankheit im Krankenhaus gelandet.7 Später schrieb er, dass gesellige Menschen zwar Partner und Verbündete gewinnen, aber auch mehr riskieren. Keine der beiden Seiten ist also immer im Vorteil.8
Menschen verändern sich auch mit dem Alter. Forscher haben 92 Gruppen über Jahre begleitet. Dabei wuchs die Lust auf Führung meist zwischen etwa 20 und 40. Die Lust auf ein volles Sozialleben nahm dagegen im hohen Alter eher ab.9
Du kannst hier einen hohen Wert haben und trotzdem das Gefühl, dass dich niemand richtig kennt. Oder dein Wert ist niedrig, und du hast zwei Freunde, denen du alles anvertrauen würdest. Dieser Test fragt, wie stark dich Gesellschaft und Trubel anziehen. Wie nah du dich den Menschen in deinem Leben fühlst, ist eine andere Frage. Um die geht es, wenn du dich einsam fühlst, obwohl du Freunde hast.
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